Freitag, 22. September 2017

Einschulungsfreuden

Ende Juli habe ich euch vom Kindergartenabschied unseres kleinen Räubers berichtet. Nach seinen ersten langen Ferien war es am vergangenen Samstag endlich so weit... die Einschulung...lange herbeigesehnt und mit viel Spannung erwartet. 
Schon vor einer Weile hatte ich vorgeschlagen anstatt einer Schultüte aus Papier zu basteln, eine aus Stoff zu nähen und später ein Kissen daraus zu machen. Er war begeistert von der Idee und hat jedem ganz stolz davon erzählt. Um Enttäuschungen ganz weit aus dem Weg zu gehen, habe ich ihn auch bei der Stoffauswahl mitentscheiden lassen. Manches hätte ich anders entschieden, aber es sollte ja ihm gefallen. 
Passend zu seinem Schulranzen sollte ein Raumschiff auf die Schultüte. Ganz wichtig: keine Rakete. Da gibt es gewaltige Unterschiede. Das Thema hatten wir ja schon bei seinem Geburtstags T-Shirt. So konnte ich auf die Plottdatei zurückgreifen, die auch ein Raumschiff ohne Zahl enthält.



Genäht habe ich nach dem Tutorial von Lillesol&Pelle. Die Stoffe hatte ich fast alle in meinem Stoffschrank. Das Paspelband in neongelb passend zum Schulranzen habe ich aus einer Warnweste selbst gemacht.
Der Plott ist mehrlagig aus neongelber Flexfolie, grauer Flockfolie und nachleuchtender Flexfolie. Aus der nachleuchtenden Folie habe ich noch ein paar Punkte aufgebügelt. Den Namen wollte ich ursprünglich noch mit dem Applikationsstich umranden, weshalb ich etwas mehr Abstand zwischen den Buchstaben gelassen habe. Letztendlich habe ich mich dann doch noch dagegen entschieden und nur mit dem Geradstich drumrumgenäht. Da hätte ich die Buchstaben auch etwas enger zusammennehmen können, dann hätte man den Namen auch als Ganzes lesen können. Der Perfektionist in mir war kurz davor, alles nochmal zu machen. Aber ich denke als Kissen ist es dann ganz gut so.  
Für alle, die irgendwann ihre erste Schultüte nähen an dieser Stelle mein Tipp: Soll das Motiv und/oder der Name gut zu sehen sein, dann konzentriert euch auf das mittlere Drittel.


Auf dem Schulranzen sind um das Raumschiff einige Punkte aufgestickt und Strahlen an den Triebwerken. Das habe ich auch für die Schultüte übernommen. Zu guter Letzt noch eine geplottete Erde aus der nachleuchtenden Folie ganz weit unten.


Der kleine Räuber hat sich riesig gefreut und konnte es kaum erwarten endlich die Schultüte zu öffnen. Drinnen war neben einem Buch und Süßigkeiten auch noch etwas Genähtes.
Zur Zeit sieht man immer wieder Rechenketten als Geschenke für Schulanfänger. Als Rechenmäuse oder -raketen habe ich sie schon gesehen. Zum Thema Raumschiff wollte mir nicht wirklich etwas einfallen. So habe ich aus Resten von der Schultüte ein Mäppchen (wieder nach dem Schnittmuster Pencil Pouch von noodlehead) genäht und die Schnur in die Naht des Futters eingenäht. So kann er die Rechenkette aufräumen und wenn er sie irgendwann nicht mehr braucht ist sie ganz schnell abgeschnitten und er kann das Mäppchen noch für Kleber, Schere, Stifte usw. verwenden.
 
 
Der Einschulungstag war ein voller Erfolg. Der kleine Räuber hat sich sehr gefreut. Die erste Schulwoche ist jetzt schon um, aber es ist alles in allem eine spannende Zeit. Und auch wenn der Kleine nun schon ein Großer ist, freue ich mich sehr mit ihm. 
Euch allen ein schönes Wochenende. Bis bald.

Liebe Grüße,

Sandra


auf einen Blick:
Schnitt: Schultüte: Lillesol&Pelle, Mäppchen: Pencil Pouch von noodlehead
Plott: Raumschiff von *hier*; Erde aus dem Buch "Mein Silhouette Hobbyplotter"
 
 

Mittwoch, 13. September 2017

Pencil Pouch

Normalerweise räume ich Stoffreste, die nach Fertigstellung eines Nähprojektes auf dem Nähtisch liegen geblieben sind, in eine Schachtel, wo sie dann vielleicht irgendwann mal wieder herausgeholt werden. 

Nicht so, als ich meinen Onkel Knorke fertig hatte. Da wollte es der Zufall, dass ich kurz zuvor bei Ronja über die Pencil Pouch von noodlehead gestolpert war, die ich unbedingt probieren wollte. Den Schnitt habe ich an die Größe meiner Jeanststoffreste angepasst. So ist die Pencil Pouch etwas kleiner als im Original, aber für mich genau richtig.



 

  
Im Großen und Ganzen bin ich ganz zufrieden, allerdings würde ich keine Paspel mehr einnähen. Auf dem oberen Bild sieht man, dass die Paspel am Reißverschluss etwas beult. Vielleicht könnte man alternativ die Kordel in der Paspel etwas zurückschneiden. Auch mit dem Zusammennähen an den Reißverschlussenden muss ich mich nochmal auseinandersetzen. Da habe ich noch nicht die perfekte Lösung für mich gefunden. Ich kann ja noch ein paar nähen und üben 😉.
Auf jeden Fall eine tolle Möglichkeit Reste zu verwerten, denn die freuen sich schließlich auch, wenn sie von einem trostlosen Dasein in einer dunklen Restekiste verschont bleiben.


Liebe Grüße, 

Sandra


auf einen Blick:
Stoffe: siehe hier
Schnitt: Canvas Pencil Pouch von noodlehead

Montag, 4. September 2017

Kork im August III - Onkel Knorke

In den letzten Tagen habe ich schon von meinen Erfahrungen mit verschiedenen Korkstoffen anhand eines Stiftemäppchens, Aufnäher auf einem T-Shirt und einem Armband berichtet.
Was mir aber fast noch am besten gefällt und wie man Korkstoff wohl am häufigsten verarbeitet sieht, ist Kork als Kombistoff bei Taschen. Korkstoff (zumindest mein dickerer) ist aufgrund seiner Festigkeit ein wunderbarer Taschenboden und bietet farblich einen tollen Kontrast zu vielen Stoffen.
Meinen dickeren Korkstoff habe zwar ich ohne konkrete Pläne gekauft, hatte aber schon von Anfang an einen Taschenboden im Hinterkopf.

Als ich Anfang August Jeansstoff vernäht habe (das Ergebnis kommt bald), hatte ich plötzlich meine Tasche mit Korkstoffboden vor Augen. Den dazu passenden Stoff haben meine Instagram-Follower schon gesehen. Mein erster Versuch Stoff zu bestempeln. Nicht perfekt aber ziemlich genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte.



Mit etwas gelb als Farbtupfer hatte ich die perfekte Farbkombination für meinen ersten Onkel Knorke gefunden. Den Schnitt, habe ich schon lange auf meiner Festplatte, doch bisher noch nicht genäht. Nun hat sich aber bei mir die Notwendigkeit nach einer schulterfreundlichen "Hand"-Tasche ergeben. D.h. nicht das ganze Gewicht wie bisher auf einer Schulter hängend rumtragen, sondern gleichmäßig auf beiden Schultern verteilt. Mit Baumwollgurtband, denn das schneidet nicht so ein wie Nylon.

Ich gebe zu, ich hatte etwas Bedenken, ob sich die Ecken bei dem dicken Kork gut ausformen lassen, aber die waren absolut unbegründet, wie ihr auf dem Bild sehen könnt.

Für das Futter habe ich einen grau-weißen Punkte-Stoff gewählt, der auch noch auf meinem Nähtisch rumlag. Ein paar praktische Details wie Innentasche aus gelbem Stoff und ein Schlüsselband damit Handy und Schlüssel schnell zur Hand sind, durften nicht fehlen.



Noch leer, aber bereit für den ersten Ausflug... schnell noch ein Bild gemacht.


Den ersten Praxistest hat er auch schon mit Bravur bestanden. Neben meinem normalen Handtascheninhalt, war auch noch eine Trinkflasche und eine Packung Kekse drin. Da passt ne ganze Menge rein und trotzdem war er angenehm zu tragen.


Das Zuziehen des Beutels ist zwar nicht ganz so einfach wie bei einem normalen Turnbeutel mit doppelter Kordel, aber daran kann ich mich gewöhnen. Ich mag den Turnbeutel mit Gurtband. Da passt einfach alles. Was war euer letztes Nähprojekt, bei dem ihr so rundum zufrieden wart?

Liebe Grüße, 

Sandra


auf einen Blick:
Schnitt: Onkel Knorke
Stoff: Jeans von stoffe.de, Kork von Buttinette, Paspel und Gurtband von Wunderland-der-Stoffe, grauer Punktestoff aus dem örtlichen Stoffladen

Samstag, 2. September 2017

Kork im August II - Armband

Gestern habe ich es schon angedroht angekündigt, ich habe noch ein paar Kork-Ergebnisse. Heute möchte ich euch etwas zeigen, das ich zuerst aus dem dünneren Kork machen wollte, was aber überhaupt nicht gut ausgesehen hat. Mit dem dickeren Kork-Stoff hat es dagegen wunderbar geklappt. Ein Armband, das aus einem Stück geflochten wird.


Die Anleitung dazu gibt es *hier*. Die ist eigentlich für (Kunst-)Leder 😉 (Achtung Zaunpfahl), geht aber mit (dickerem) Korkstoff genau so gut. Leider hatte ich keinen passenden Metall-Druckknopf, weshalb ich auf ein KamSnap ausgewichen bin. Das Armband gefällt mir sehr gut, vorallem weil es angenehm leicht ist. Ich könnte mir auch vorstellen, einen Teil des Korkstücks vorher mit Acryl- oder Stofffarbe zu bepinseln oder betupfen. Als Verschluss wäre auch die Schließe von einer alten Armbanduhr denkbar. Ihr seht, da ist noch ganz viel möglich.
Das Armband darf sich nun auch zu den tollen Kork-Ergebnissen in der Materialrevue gesellen und ich verschwinde mal ganz schnell an die Nähmaschine, das nächste Stück Kork wartet auf mich 😉. Bis bald,


Liebe Grüße, 

Sandra

Freitag, 1. September 2017

Kork im August - Stiftemäppchen

Wer häufiger bei mir liest, der weiß, dass ich die Materialrevue meist dazu nutze, um Dinge umzusetzen, die schon lange auf meiner ToSew-Liste stehen. Im August war dies anders. KORK - lautete das Monatsthema. Ein Material, das ich tatsächlich noch nie verarbeitet habe. Umso mehr freute ich mich darauf, meine Erfahrungen damit zu sammeln. In weiser Voraussicht hatte ich mir schon frühzeitig ein Stück Korkstoff zugelegt. Da im Juli auch noch das Losglück bei der Materialrevue auf meiner Seite war, konnte ich sogar mit zwei verschiedenen Korkstoffen experimentieren. Tatsächlich sind beide Stoffe sehr unterschiedlich. Während der eine eher aus kleinen Korkstückchen besteht und sehr sehr dünn ist, ist der andere dicker (Dicke ca. 1mm) und die einzelnen Korkstückchen sind größer. Trotzdem sind beide Stoffe sehr weich und dadurch gut zu verarbeiten. Ihr habt wahrscheinlich schon erraten, dass ich mehrere Sachen genäht habe. Ja, ich werde ich den nächsten Tagen noch ein paar Kork-Ergebnisse zeigen und dann auch immer dazuschreiben, welchen Kork ich verwendet habe.

Das erste Experiment habe ich euch schon *hier* gezeigt. Das war der dünne Korkstoff, der sich wunderbar aufnähen lies und überhaupt nicht aufgetragen hat. Leider musste ich inzwischen feststellen, dass das Experiment auf Dauer schief gegangen ist, denn Kork ist leider nicht in der Waschmaschine waschbar. Tja, schon schade, aber andererseits wieder um eine Erfahrung reicher und der Aufwand für das Täschchen hielt sich ja in Grenzen.

Heute möchte ich euch nun mein zweites Kork-Ergebnis zeigen. Das naheliegendste bei Korkstoff war ein Täschchen. Ein Stiftetäschchen wie ich es *hier* schon mal gezeigt habe sollte es werden. Recht einfach und schnell genäht. Wieder aus dem dünnen Kork. Rein optisch gefällt es mir schon mal sehr gut.
 

Hier nun meine Erfahrungen: Der Korkstoff lies sich gut nähen, überraschend einfach wenden und auch das Absteppen war nicht anders als z.B. bei Webware. Und das unruhige Muster ist sehr von Vorteil, weil man die Löcher kaum sieht, wenn man doch mal trennen muss.

Innen kam mal wieder das Lieblingsstöffchen zum Einsatz.

 


An dieser Stelle noch mal herzlichen Dank an Maika und Janet für das tolle Stöffchen und natürlich für die Materialrevue, dank der ich nun auch Korkstoff vernäht habe.

Wenn ihr wissen wollt, was aus dem dickeren Korkstoff geworden ist, dann schaut morgen noch mal vorbei. Und bis dahin gibt's bei der Materialrevue bestimmt noch viel mehr tolle Ideen.

Liebe Grüße, 

Sandra

Donnerstag, 24. August 2017

... und noch ein Shirt - FrauJOSY

Und wieder ist es ein Schnitt von fritzi & schnittreif der es mir angetan hat. Schaut doch mal bei meinen Labels unter "schnittreif", welche der schnittreif-Schnitte ich schon genäht habe.
Dieses Mal war es die FrauJOSY. Die Raglanärmel mit den Aufschlägen musste ich einfach haben. Wie von fritzi & schnittreif gewohnt ist auch die FrauJOSY ein einfacher Schnitt, der schnell genäht ist (wenn man den Knoten im Kopf beim Nähen des Ärmelaufschlags mal gelöst hat). Für das erste Exemplar habe ich nicht das beste Stöffchen gewählt, weil ich bei schnittreif häufig zwischen Größe S und M liege. Genäht habe ich Größe M aus einem gut abgelagerten Baumwolljersey ohne Elasthananteil aus meinem Stoffschrank. Größe M ist vielleicht etwas weiter als der Schnitt eigentlich gedacht ist, aber ich mag es nicht so eng anliegend und der Stoff fällt schön. Bei einem festeren Stoff wäre M aber wohl zu weit (für mich: unbedingt bei der Stoff- und Größenwahl berücksichtigen!)
Ich mag FrauJOSY und die nächste folgt hoffentlich bald.


Einen kleinen Hingucker wollte ich noch haben und habe lange überlegt ob wohl eine Stickerei, ein Plott oder doch etwas gestempeltes passen würde. Nichts von all dem ist es geworden. Stattdessen habe ich ein kleines Täschchen aus Korkstoff aufgenäht. Denn Korkstoff ist bei der Materialrevue das Material des Monats im August. Und es geht auch noch super schnell: ausschneiden, aufnähen, Fertig!



Ab 1. September gibt's hier noch mehr Korkideen zu sehen. Vielleicht kann ich dann auch schon berichten, wie sich das Korktäschchen in der Waschmaschine verhalten hat. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, euch dann wieder hier begrüßen zu dürfen. Ach ja, über Kommentare freue ich mich natürlich auch 😉. Bis bald,

Liebe Grüße, 

Sandra



01.09.2017 Anmerkung:
Meine FrauJOSY hat nun den ersten Waschgang hinter sich und ich muss mit Bedauern feststellen, dass Kork nicht in der Waschmaschine gewaschen werden kann. Die Korkschicht hat sich von der textilen Trägerschicht gelöst. Für meine FrauJOSY bedeutet das, die Korktasche bzw. das was davon übrig geblieben ist, kommt wieder ab und ich werde mir etwas anderes überlegen.



auf einen Blick:
Schnitt: FrauJOSY von fritzi&schnittreif in Gr. M
Stoff: Baumwolljersey ohne Elasthan aus meinem Vorrat
linked@ RUMS

Donnerstag, 10. August 2017

Vichy

Auf der Nadelwelt hatte ich ein Stöffchen entdeckt, aus dem ich unbedingt ein Oberteil haben wollte. Ich hatte auch eine Vorstellung, wie es aussehen soll, hatte aber kein entsprechendes Schnittmuster parat. Nach ein bisschen Recherche auf meiner Festplatte fand ich den Schnitt Vichy von Schnittquelle (übrigens ein Freebie!), der in etwa meinen Vorstellungen entsprach. Zumindest was den Ausschnitt und die Grundform betrifft, denn Vichy ist eigentlich ein Kleid mit langen Ärmeln. Meine Idee war also Ärmel und Länge einfach zu kürzen und aus dem Kleid ein Shirt zu machen. Das Ganze wollte ich aber zuerst testen, bevor ich mich an mein tolles Stöffchen wage. Zufällig fand sich noch ein Jerseystoff mit Vichykaro in meinem Vorrat, der als Teststoff eingesetzt werden wollte.



Das Ergebnis hat mir gut gefallen und so durfte auch das Stoffschätzchen ein Shirt werden. 
Ich mag es sehr! Der Stoff fühlt sich toll an und Farbe und Muster machen das Shirt zum Allroundtalent, das sowohl zur Jeansshort als auch zur hellen Leinenhose passt. Eindeutig Lieblingsteilpotenzial!




Jetzt wünsche ich mir nur noch das passende Wetter zurück. Bis dahin darf meine Shirt Vichy einen (kurzen) Ausflug zu RUMS machen.


Liebe Grüße, 

Sandra


auf einen Blick:
Schnitt: Vichy von schnittquelle (Freebie) in Gr. 38 (für mich: NZ 1,5 zugeschnitten mit 0,7cm NZ genäht)
Stoff: Rumbatropfen von Tante Ema
linked@ RUMS